Am Donnerstag waren wir im Open-Air-Kino auf der Burg Esslingen und haben den wohl berühmtesten deutschen Film gesehen, Metropolis.
Wenn man erstmal den Aufstieg zur Burg geschafft hat, bietet sich ein wunderbarer Ort für Freiluftkino. Die grosse sanft ansteigende Wiese ist einfach optimal für diesen Zweck. Besagte Wiese ist zweigeteilt. Die eine Hälfte ist mit Stühlen bestückt, auf der anderen macht man es sich auf Decken bequem. Wir sassen auf den Stühlen, aber nächstes Mal wird die Wolldecke eingepackt. Daneben finden sich eine bunte Auswahl an Fressständen. Die Bilder hier vermitteln einen Eindruck. Vor dem Filmbeginn mit einem Kurzfilm spielt immer eine Band aus der Region.
Das Programm fiel für mich hauptsächlich in zwei Kategorien: "Will ich nicht sehen" und "Habe ich gerade erst im Kino gesehen". Und für letzteres sind 7,50 Euro zu viel. Desweiteren ist es kaum möglich, die letzte Bahn nach Filmende noch zu erreichen. Wie bei allen Open Airs beginnen die Vorstellung erst sehr spät. Tageslicht ist der ärgste Feind des Kinos unter freiem Himmel.
Metropolis wurde von zwei Pianisten begleitet. Dieses Jahr habe ich Stummfilmvorstellungen mit Live-Musik richtig schätzen gelernt. Leider sind solche Verantstaltungen recht selten.
Der Film an sich ist trotz erzählerischer Holprigkeit, besonders im ersten Teil, auch nach achtzig Jahren noch sehenswert und sehr beeindruckend. Auch mit von Anfang an beeindruckenden Bildern, dauerte es eine Zeit, bis ich richtig warm mit ihm wurde. Er wird seiner herausragenden Stellung in der Filmgeschichte in meinen Augen weitesgehend gerecht.