Mein Plan für das Fantasy Filmfest in Hamburg steht, zumindest für den Moment. So überlege ich noch Sieben Tage Sonntag und The Warlords erst in Stuttgart zu schauen, wenn in Hamburg keiner mitkommt.
Die Filme mit Kommentar und Trailer:
Follow up:
The Substitute (Vikaren, Dänemark, 2007)
Diese dänische SF-Horrorkomödie startet zeitgleich unter dem Titel Alien Teacher in den deutschen Kinos. Ich bin überrascht, das er trotzdem auf dem Festival läuft. Eine Schulklasse findet heraus, das ihre übernatürliche Fähigkeiten besitzende Vertretungslehrerin eine Ausserirdische ist, deren Aufgabe es ist, die Invasion der Erde vorzubereiten. Das sieht nach einem netten Familienfilm aus.
Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Altersfreigabe in verschiedenen Ländern gehandhabt wird. In Schweden ist The Substitute ohne Altersbeschränkung freigegeben. In den USA erhielt er dagegen ein R-Rating aufgrund der Sprache. Das ist die gleiche Freigabe, die auch Saw und Hostel erhielten!
JCVD (Belgien/Luxemburg/Frankreich, 2008)
Ich hätte nicht erwartet, das ich mal heiß auf einen Film mit Jean-Claude Van Damme bin. Aber hier hatte er seine perfekte Rolle gefunden: Jean-Claude Van Damme spielt Jean-Claude Van Damme. Er spielt sich offensichtlich ohne Gnade selbst, einen Star mit schwindender Popularität, Problemen mit der Steuer, Drogen und mitten in einem Sorgerechtsstreit.
Hier scheint das richtige Maß an Selbstreflexion und -ironie gefunden, um einen abgehalfterten Actionstar wieder interessant zu machen.
Three Kingdoms: Resurrection of the Dragon (Saam gwok dzi gin lung se gap, China/ Südkorea/Hongkong, 2008)
Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich bei Three Kingdoms um ein Historienepos aus Fernost. Mir gefällt dieses Genre und auch wenn es sicher bessere Vertreter dieser Filmart gibt, bin ich hier dabei. Mit Andy Lau, Sammo Hung und Maggie Q ist der Film auch nicht schlecht besetzt.
Mad Detective (Sun taam, Hongkong, 2007)
Wenn Johnny To auf dem Regiestuhl sitzt (hier mit Ka-Fai Wai), ist das ein zwingender Grund für einen Kinobesuch. Auch wenn sein Election 2 meine unangenehmste DVD-Erfahrung in diesem Jahr war, sind Election, Exiled, PTU oder Running Out of Time so gut, das er mein volles Vertauen besitzt.
Sieben Tage Sonntag (Deutschland, 2007)
Da hat sich tatsächlich ein deutscher Beitrag ins Festival eingeschlichen. Aus Langeweile wetten zwei Jugendliche darum, wer von ihnen einen Menschen umbringen kann. Auf verschiedenen Festivals kam der Film anscheinend ganz gut an.
Einen Trailer konnte ich nicht finden, auch nicht auf der offiziellen Seite.
The Warlords (Tau ming chong, China/Hongkong, 2007)
Das ist der FFF-Film auf den ich mich dieses Jahr am meisten freue. Mit Jet Li, Andy Lau und Takeshi Kaneshiro ist dieser Historienfilm sehr gut besetzt. Der Trailer verspricht einige vergleichsweise realistische Schlachten. Mit den guten Kritiken im Rücken zeichnet sich hier ein persönlicher Festivalfavorit ab.
The Art of Negative Thinking (Kunsten å tenke negativt, Norwegen, 2006)
Diese schwarze Komödie aus Norwegen tritt mit einer schweren Last. Nach Adams Äpfel sind mit skandinavischen Satiren hohe Erwartungen verknüpft. Nach dem Trailer scheint dieses Niveau nicht erreicht zu werden, aber die Kritiken lasen sich nichtsdestotrotz vielversprechend. Der Humor in dieser Geschichte über eine Behindertenselbsthilfegruppe und ihrem unwilligen, zynischen Neumitglied scheint ziemlich schwarz zu sein.
The Rebel (Vietnam, 2006)
Dieser Film folgt einem vietnamesischen Agenten, der in den 20ern im Auftrag der französischen Kolonialherren gegen Rebellengruppen vorgeht, bis sein Gewissen und eine Frau ins Spiel kommen.
Der Trailer sieht verdammt gut aus. Mit geschätzten 3 Millionen US-Dollar war es für vietnamesische Verhältnisse eine teure Grossproduktion. In seiner Heimat war der Film schon sehr erfolgreich und vielleicht tritt hier ein weiteres asiatisches Land mit interessantem, kommerziellen Kino zum Vorschein.