Über den deutschen Ableger der atheistischen/agnostischen Buskampagne hatte ich vor ein paar Tagen bereits berichtet. Nun haben haben die Münchner und Berliner Verkehrsbetriebe den Organisatoren mitgeteilt, das sie die Kampagne auf ihren Bussen nicht annehmen werden (die Meldung). Die Kölner Verkehrsbetriebe möchten den Start der Kampagne in der Domstadt verschieben. In der derzeitigen Situation dort nach dem Einsturz des Stadtarchivs finde ich diesen Wunsch nachvollziehbar.
In Berlin wurde der Entschluss gefasst, in Zukunft keine religiöse oder weltanschauliche Werbung (außer Wahlkampfwerbung) mehr zu akzeptieren. Bisher waren christlichen Plakate im öffentlichen Nahverkehr dort kein Problem, wie man bei Born2Blog sehen kann. Eine Ungleichbehandlung zwischen christlicher und säkularer Werbung zeigt sich deutlich. Wenn der Beschluss aber so dauerhaft durchgesetzt wird, zähle ich es als einen Erfolg. So bleiben die Busse und Bahnen in Berlin auch frei von christlicher, muslimischer, jüdischer usw. Werbung frei und der öffentliche Nahverkehr frei von religiöser Missionierung.
Im Vorfeld gab es einige Kommentare, die diese Kampagne im angeblich aufgeklärten Deutschland für sinnlos hielten. Die Reaktion der Verkehrsbetriebe zeigen dagegen, wie notwendig die Aktion ist. Sie stärkt meine Überzeugung, das es wichtig ist, für die Nichtreligiösen Öffentlichkeit zu zeigen.

