Um den Konjunkturaufschwung zu unterstützen, habe ich wieder ein paar CDs erworben. Die Spontankäufe muss ich in Zukunft genauer überdenken. Bei den neuen Scheiben gab es wieder Versuchskäufe, die sich als leider nicht so erfrischend rausgestellt haben. Da scheint es mir angebrachter, in nächster Zeit doch erstmal Mark Knopfler und den Boss zu vervollständigen.
Aber nun zu den CDs:
Roxette - Crash! Boom! Bang!
Das 1994er Album von Marie Fredriksson und Per Gessle ist wieder vollständig (bis auf die Musik des letzten Lieds) vom letzterem geschrieben. Auf dem Album sind die Singles "Crash! Boom! Bang!", "Fireworks", "Run to you", "Sleeping in my Car" und "Vulnarable". So waren schon vier der fünfzehn Songs schon vor dem Kauf bekannt. Es war gut zu wissen, das zumindest ein Drittel des Albums gut ist. Von den restlichen Liedern sind die meisten auch gut, wenige sind nur hörbar. Ein richtig schlechtes gibt es auf "Crash! Boom! Bang!" aber nicht. So gefällt mir das.
Roxette ist einfach gut zu hören und was Herr Gessle so schreibt, weiss auch immer mit einer guten Melodie zu gefallen. Manchmal habe ich aber das Gefühl es könnte noch besser sein. Vielleicht würde ein paar bessere Studiomusiker helfen, aber ich verstehe ja nichts davon.
Ein Album für alle Roxette-Freunde. Ich mochte sie damals und höre es heute auch noch gerne ![]()
Bob Dylan - Unplugged
Ich gehöre eigentlich zu den Leuten, die Dylan mögen. Ich gebe zu, das er sicher keine gute Stimme zum Singen hat, die Songs nur dahin genuschelt sind und seine Musik sich so anhört, als könne er seine Gitarre nicht richtig spielen. Aber seine Songs sind meist einfach zu gut (auch wenn ich nur eines der Best of Alben besser kenne). Spätestens wenn er mal wieder gecovert wird, merkt man, wie gut er ist
.
So habe ich mir ja gedacht, mit dem "Unplugged" Album könne ich nicht viel falsch machen. Wie man sich irren kann. Dylan hat nicht oft elektronische Hilfsmittel benutzt. Nun zieht man für die MTV-Reihe einem Unplugged-Künstler den Stecker und er hat keinen Saft mehr. Die hier eingespielten Versionen seiner Klassiker zeigen deutliche Country-Einflüsse und sind ruhiger und langsamer als die alten Einspielungen. So wird die Musik stärker von seinem Gesang getragen. Entschuldigung, aber so kann das nichts werden. Normallerweise mag ich "All along the Watchtower" oder "The Times They Are A-Changin'", hier sind sie nur zum weglaufen. Vielleicht sollte ich dem Album noch eine Chance geben, ich habe es bisher erst zweimal gehört. Im Booklet sind aller Texte abgedruckt, was ich für ein Live-Album (nichts anderes sind die Unplugged-Scheiben) ungewöhnlich finde (vielleicht kenne ich auch nur die falschen).
Insgesamt ein klarer Fehlkauf, ein normales "Best of"-Album wäre die bessere Wahl gewesen ![]()
The Hooters - simply the best
"Johnny B.", "All We Zombies", "Karla With A K", "And We Danced", "Satellite". Ok, ist alles da. Wie der Name schon andeutet, haben wir hier ein "Best of"-Album der Hooters. Die "simply the best"-Reihe sind diese Sammlungen, deren Cover unten weiss und oben schwarz sind, die es für verschiedene Musiker gibt. Ihr habt die bestimmt schonmal im CD-Laden gesehen. Hier sind 13 Songs der fünf Jungs aus Philadelphia versammelt, offensichtlich von drei Alben aus den Jahren 1985, 1987 und 1989. Mehr Informationen gibt das traurige Booklet nicht her, leider auch nicht die Namen der Originalalben. "simply the best" ist wieder eine Reihe, die von den Plattenfirmen schnell rausgehauen wird. Schade. Der Qualität der Musik tut das natürlich keinen Abbruch.
Die Lieder neben den bereits genannten sind genau das, was man erwartet. Nicht ganz so gut wie die fünf genannten Hits, aber der gleiche Stil, gut zu hören.
The Hooters sind sicher nicht die beste Band der Welt, aber gut und solide. Kein Fehlkauf ![]()
Leonard Cohen - Ten New Songs
Leonard Cohen ist einer der Songwriter, die bei amerikanischen Intelektuellen und einigen Musikkritikern in hohem Ansehen stehen. Für vier Euro dachte ich mir, kann man durchaus mal nachforschen, warum das so ist. Ich weiss es jetzt immer noch nicht. Mir fehlt der Zugang zu den Stücken auf diesem Album mit dem unheimlich kreativen Namen (ja, es sind zehn neue Lieder auf der Platte). Cohen singt nicht wirklich, er spricht mehr. Die letzten Nummern sind besser als die ersten, sie werden hörbar. Das ist nicht meine Musik.
Die CD kommt zuhause neben die Dylan und die Van Morrison (der ist gut) CDs, falls ich irgendwann mal Eindruck schinden will (dann brauche ich wohl noch eine Tom Waits CD;
am besten lasse ich es einfach).
Fehlkauf!
Phil Collins - Hello, I Must be going!
Phil Collins? Den Namen habe ich doch schon irgendwo mal gehört
Der einzige bekannte Song auf diesem Album von 1982 ist ein Cover des Motown-Klassikers "You Can't Hurry Love". Die meisten kennen wahrscheinlich nur diese klasse Version. Stellenweise erinnern einige Songs, besonders der Opener "I Don't Care Anymore", stark an Genesis. Nicht jedes Lied hat die Jahre gut überstanden, sie sind zu sehr dem Sound Anfang der Achtziger verhaftet, als das man sie heute noch gut hören kann. Insgesamt ist es nur unterer Durchschnitt. Collins kann es besser.
Eigentlich nur zu empfehlen, wenn man Phil Collins gerne mag. Es gibt besseres von ihm. Und wer ihn überhaupt nicht mag (davon gibt es ja viele, er ist "uncool" geworden), hat wahrscheinlich gar nicht bis hierhin gelesen.
Meine hier geäusserten Meinungen können sich natürlich wie immer täglich ändern ![]()